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28.02.2018, 14:29 Uhr
Spielerisch auf den Spuren der Brüder Grimm unterwegs
Dr. Katja Leikert informiert sich über geplantes Mitmach-Museum für Kinder in Hanau
Wer Kinder hat, und in Hanau und Umgebung lebt, sollte sich für Frühjahr 2019 ein dickes Kreuz im Kalender machen: Dann eröffnet das Brüder-Grimm-Mitmach-Museum in Schloss Philippsruhe. Bei einem Rundgang stellten Dr. Katharina Bechler, Direktorin der Städtischen Museen Hanau, und Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert das Konzept vor.
V.l.n,r,; Max Schad (Büroleiter Dr. Katja Leikert), Dr. Katharina Bechler, Dr. Katja Leikert und Martin Hoppe
Das Mitmach-Museum soll im sanierten Nordflügel von Schloss Philippsruhe entstehen und richtet sich vor allem an Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. An verschiedenen Stationen können kleine und große Besucher die Jugend der Brüder Grimm nacherleben. Unter anderem warten Quiz- und Rätselspiele, eine (Vor-)leseecke und ein „Raum der Verwandlung“, in dem zeitgenössische Kostüme anprobiert werden dürfen, auf die Kinder. Außerdem kann der Nachwuchs seiner Kreativität freien Lauf lassen und sich selbst ein eigenes Märchen „zusammenstellen“. Aber auch die Erwachsenen kommen nicht zu kurz: denn neben vielen wissenswerten Informationen zu den Märchen und den Grimms verdeutlicht ein Zeitstrahl die europäischen Verflechtungen der Literatur- und Kulturgeschichte. Im ersten Raum sind die Besucher eingeladen, das Hanau des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit den Grimm‘schen Kinderaugen zu erleben und die Familie, die Arbeitsweise und die Weggefährten der Brüder Grimm kennenzulernen. Rund 2 Millionen Euro investiert die Stadt – mit Hilfe des Main-Kinzig-Kreises, der Stiftung der Sparkasse sowie dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain – in das neue Angebot, das Besucher aus Nah und Fern anlocken soll. Für Kindergärten und Schulklassen stehen museumspädagogische Räume zur Verfügung, um das Gelernte zu vertiefen. In der Festspielzeit bietet sich darüber hinaus ein Theaterbesuch in unmittelbarer Nachbarschaft auf der Freilichtbühne im Schlosspark an. Bei der Konzeption des Museums verzichten die Macher bewusst auf zu viel Technik und setzen lieber auf das eigene Erleben. Getreu dem Motto „hands on“ können die Kinder selbst aktiv werden und auf spielerische Art und Weise ihr Märchenwissen vertiefen. Anhand von Märchen soll bei den kleinen Besuchern das Interesse an Sprache und die Liebe zur Literatur geweckt werden – in einer multikulturellen und vielsprachigen Stadt wie Hanau ein wichtiges Anliegen, wie Museumsdirektorin Katharina Bechler betont. Auch ansonsten hat man in Hanau große Pläne; Ausstellungen zur Hanauer Moderne und zur Hanauer Neustadt sind bereits in Planung. Hinzu kommen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Schloss selbst. „Sie leisten hier wertvolle Arbeit, ich bin von Ihren Ideen sehr angetan“, zeigte sich Katja Leikert beeindruckt. Die Abgeordnete versprach, sich in Berlin für die Aufnahme von Schloss Philippsruhe in das Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes einzusetzen und regte die Einrichtung eines „Runden Tischs“ an, an dem überparteilich und Hand in Hand mit den Kollegen auf Landesebene für die Weiterentwicklung des Historischen Museums und die Instandhaltung des Schlosses gearbeitet werden soll. Leikert: „Es geht hier darum, gemeinsam für die Region etwas voranzubringen. Da darf die Farbe des Parteibuchs keine Rolle spielen.“