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01.07.2019, 13:38 Uhr
Der Verkaufsschlager ist ein Schuh – für Kühe
Dr. Katja Leikert und Max Schad besuchen die Firma Demotec in Heldenbergen
Nicht in einer Garage im Silicon Valley, dafür aber in den eigenen vier Wänden in Nidderau schlug im Jahr 1986 die Geburtsstunde der Firma Demotec. Das Unternehmen mit Sitz in Heldenbergen vertreibt u.a.  schnellhärtende Kunststoffe zur Materialprüfung. Absoluter Verkaufsschlager ist aber ein „Schuh“ für Kühe, der bei der Behandlung von Klauenerkrankungen eingesetzt wird – und das weltweit.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert und ihr Landtagskollege Max Schad nutzten die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit Firmenchef Alexander Demel, der das Unternehmen von seinem Vater Siegfried übernommen hat. Begleitet wurden sie von einer Delegation der CDU Nidderau, bestehend aus Bardo Best, Klaus Knapp, Thomas Warlich und Phil Studebaker. 

„Viele Rinder leiden unter Klauenerkrankungen. Das hat nicht nur Schmerzen für die Tiere zur Folge, sondern bedeutet auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für die Landwirte, da die erkrankten Tiere weniger fressen und dadurch auch weniger Milch geben“, erläuterte Alexander Demel. Um die erkrankte Klaue zu behandeln, werde unter die gesunde Klaue ein Holz- oder Kunststoffklotz geklebt, das sorge für die notwendige Entlastung. Circa drei Wochen dauert eine entsprechende Entlastung, dann wird die „Prothese auf Zeit“ wieder entfernt. Nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Mittelamerika, in Afrika und Asien kommt das so genannte Easy Bloc-System zum Einsatz. 

Da ein erheblicher Anteil des Firmenumsatzes außerhalb Deutschlands generiert wird, verfolgt Alexander Demel die Entwicklungen rund um den Brexit sehr aufmerksam. Der geplante Ausstieg Großbritanniens aus der EU kam daher ebenso zur Sprache, wie das Thema Freihandel. Aber auch das neue Verpackungsregister und das damit einhergehende Mehr an Bürokratie sowie bestehende Rechtsunsicherheiten bei der Datenschutzgrundverordnung wurden thematisiert. Katja Leikert und Max Schad nahmen alle angesprochenen Punkte auf und versprachen, diese in die politische Diskussion nach Berlin und Wiesbaden weiterzutragen.

„Die Firma Demotec ist ein echter Hidden Champion. Die Region lebt von innovativen mittelständischen Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und das Gütesiegel ‚Made in Main-Kinzig‘ in die ganze Welt tragen“, zeigten sich Leikert und Schad beeindruckt. Besonders erfreulich sei, dass Demotec derzeit eine neue Logistikhalle im Gewerbegebiet „Am Lindenbäumchen“ errichte und damit dem Standort Heldenbergen und der heimischen Region treu bleibe.