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09.05.2019, 17:03 Uhr
„Deutschland geht es nur gut, wenn es unseren Nachbarn gut geht“
CDU Main-Kinzig lud zu Unternehmerfrühstück mit Europapolitiker Daniel Caspary ein
Zu einem Unternehmerfrühstück mit Daniel Caspary, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, hatte die CDU Main-Kinzig heimische Unternehmer, Vertreter der IHK, des Wirtschaftsrates, der Wirtschaftsjunioren und andere politisch Interessierte nach Hanau eingeladen.
Das Gruppenfoto zeigt (von links): Uwe Häuser (stellv. Kreisvorsitzender), Michael Reul MdL, Max Schad MdL, Daniel Caspary MdEP, die CDU-Kreisvorsitzende Dr. Katja Leikert MdB, Heiko Kasseckert MdL und Joachim Stamm (Vorsitzender CDU-Stadtverband Hanau).

Die Kreisvorsitzende Dr. Katja Leikert, im Deutschen Bundestag als stellvertretende Fraktionsvorsitzende zuständig für das Thema Europa, begrüßte den Gast aus Nordbaden, der seit 2017 die deutsche Gruppe der EVP-Fraktion im Europaparlament anführt. Auch die drei heimischen Landtagsabgeordneten Max Schad, Heiko Kasseckert und Michael Reul nahmen an der Veranstaltung teil und standen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

In einem Impulsreferat hob Caspary hervor, dass die Union die integrative Kraft der politischen Mitte sei und das auch bleiben will. „Das Spalten und Polemisieren ist nicht unser Geschäftsmodell. Deutschland geht es nur gut, wenn es unseren Nachbarn gut geht. Das ist unser Erfolgsrezept seit über 70 Jahren und daran halten wir fest“, so der Europapolitiker.

Auch wenn bei (noch) 28 EU-Staaten nicht immer alle einer Meinung seien, verstehe die CDU/CSU sich als Brückenbauer. „Wir sorgen dafür, dass der Gesprächsfaden auch in schwierigen Zeiten nicht abreißt“, so Caspary. Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte bildeten dabei das gemeinsames Wertefundament.

Der Brexit sei Tag für Tag ein mahnendes Beispiel dafür, was für die Menschen in Europa auf dem Spiel stehe, wenn radikale Kräfte am linken oder rechten Rand die Oberhand gewinnen. Nur 1 Prozent der Weltbevölkerung lebe in Deutschland.  Eine  Rückkehr zum Nationalstaat wie ihn die AfD propagiere, sei schon aus diesem Grund die „größte politische Dummheit".

Für viele Außenstehende sei die EU leider noch immer ein abstraktes Gebilde;  der Begriff „die da aus Brüssel“ ein geflügeltes Wort. Zwar habe die Berichterstattung über die EU in den vergangenen Jahren zugenommen, dennoch sei so mancher Beitrag noch immer nicht differenziert genug. „Nur selten erfahren die Menschen beispielsweise, wie die deutschen Abgeordneten konkret abgestimmt haben und wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Fraktionen verlaufen.“

Rund 50.000 Besucher habe er selbst seit seiner Wahl ins Europaparlament im Jahr 2004 in Straßburg und Brüssel begrüßt – für Daniel Caspary die beste Möglichkeit, den Menschen die Feinheiten der Europäischen Union persönlich näher zu bringen.

Zudem warb der Europapolitiker dafür, nicht immer nur die zweifellos vorhandenen Verbesserungspotentiale, sondern auch das bereits Erreichte in den Fokus zu rücken. Dass sich die Zahl der Migranten im Vergleich zu 2015 um 95 Prozent reduziert habe, sei einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu verdanken. Dem wirksamen Schutz der Außengrenzen, einer länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung sowie dem Ausbau der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik werde innerhalb der EVP-Fraktion auch künftig besondere Bedeutung beigemessen.

Auf die wirtschaftliche Bedeutung der EU auch für die heimische Region wies Katja Leikert hin: „Gerade für einen industriell geprägten Standort wie Hanau, ist der europäische Binnenmarkt entscheidend. 60 Prozent aller in Deutschland hergestellten Waren gehen in die EU."

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