CDU Main-Kinzig informiert sich über Wasserentnahme in Birstein und Brachttal

Abgeordnete, Kreistagsfraktion und Ortsverbände nehmen sich der Thematik auf allen politischen Ebenen an

Anlässlich der Neuvergabe der Wasserrechte für das Gebiet Birstein/Brachttal haben sich die CDU-Kreisvorsitzende Dr. Katja Leikert MdB sowie die Landtagsabgeordneten Michael Reul und Heiko Kasseckert mit den Mitgliedern der örtlichen CDU-Verbände und dem Bürgermeister der Gemeinde Brachttal, Wolfram Zimmer, über die Lage vor Ort ausgetauscht. Der Wasserverband Kinzig hatte beantragt die bisherige Fördermenge anzuheben. So soll beispielsweise die Entnahmemenge im Fördergebiet Kirchbracht von 1,095 auf 2,05 Mio. Kubikmeter erhöht und somit nahezu verdoppelt werden. Außerdem soll die Genehmigungslaufzeit auf 30 Jahre verlängert werden.

„In Zeiten geringerer Niederschlagsmengen und des Temperaturanstiegs durch den Klimawandel nimmt der Erhalt und Schutz des Grundwassers in der Region Birstein/Brachttal eine zentrale Rolle ein. Die Befürchtungen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger nehmen wir daher ernst und begleiten das Thema als CDU Main-Kinzig intensiv auf der politischen Ebene“, erklärt die CDU-Kreisvorsitzende Katja Leikert nach dem gemeinsamen Austausch.

Zuvor hatte Wolfram Zimmer von der aktuellen Situation in Brachttal berichtet. Er kritisierte insbesondere, dass es durch das bisherige Fördermanagement zu einer Unterschreitung der Mindestgrundwassergrenzen komme. „Es darf nicht sein, dass es durch den gestiegenen Wasserverbrauch im Raum Frankfurt zu einer Gefährdung der Trinkwasserversorgung und zu Belastungen des Naturhaushaltes in unseren Gemeinden kommen könnte“, machte Zimmer deutlich.

Hierfür seien im Ballungsraum Rhein-Main neben der Begrenzung von Wasserverlusten auch Wassereinsparmaßnahmen erforderlich, die beispielsweise durch den Einsatz von Brauchwasseranlagen oder Wasserzisternen realisiert werden könnten. 

Landtagsabgeordneter Michael Reul stimmte den Bedenken des Bürgermeisters zu: „Es handelt sich bei dem entnommenen Wasser um eine kostbare Ressource. Die ökologischen Folgen einer gesteigerten Wasserentnahme müssen bei der Entscheidung eine zentrale Rolle spielen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher essenziell.“ Hierfür bedürfe es vor allem einer genauen Messung des Grundwasserspiegels.

Diesbezüglich konnte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Heiko Kasseckert MdL berichten, dass die Kreiskoalition auf Initiative der CDU bereits einen Antrag im Kreistag zur Ausweitung des Grundwassermonitorings im Bereich Birstein/Brachttal beschlossen hat. „Es braucht in Zukunft eine möglichst umfassende und engmaschige Messung der Veränderungen des Grundwassers und der Oberflächengewässer. Nur wenn die Messstände ausführlich dokumentiert werden, können solche langfristigen Entscheidungen mit der nötigen Sicherheit getroffen werden“, erklärte Kasseckert während des gemeinsamen Austauschs.

Abschließend waren sich die CDU-Vertreter verbandsübergreifend einig, dass man sich auf den verschiedenen politischen Ebenen gemeinsam für die berechtigten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort einsetzen werde.

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