Presse
17.01.2018, 09:36 Uhr
Straßenbau - Modernisierung und Ausbau
Erschienen im Rahmen einer Kolumne in den Kinzigtalnachrichten am 17.01.2018
Die Hessische Landesregierung tätigt massive Investitionen in die Straßeninfrastruktur und stärkt dadurch Hessen als Verkehrsdrehscheibe Nummer eins in Deutschland. Einige der höchstbelasteten Autobahnabschnitte in Deutschland liegen im Rhein-Main-Gebiet. Die leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in Hessen sichert die Erreichbarkeit von Produktionsstätten und Geschäften, verbindet Unternehmen, ermöglicht den Austausch von Waren und Gütern und führt die Menschen in Städten, Gemeinden und Regionen zusammen. Sie ist ein wesentlicher Standortfaktor für Wohlstand und Beschäftigung in unserem Land.
Landtagsabgeordneter Michael Reul
Der Bund hat mit seinen weiter gestiegenen Investitionen in den vergangenen Jahren endlich die wichtige Rolle Hessens im deutschen und europäischen Verkehrsnetz anerkannt. Zur Umsetzung der Vorhaben des alten Bundesverkehrswegeplanes aus dem Jahre 2003 standen Hessen rund 3,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Für die neue Planungsperiode bis zum Jahre 2030 sind es nun 8,2 Milliarden Euro. Nach langen Diskussionen sind in den vergangenen Jahren die Investitionen des Bundes in seine Straßeninfrastruktur somit endlich deutlich angestiegen. Mit 382 Millionen Euro sind alleine die Sanierungsaufwendungen im Jahr 2016 fast doppelt so hoch gewesen wie die Gesamtausgaben im Jahre 1999, nämlich 197,7 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen in Hessens Autobahnen und Bundesstraßen lagen im Jahre 2016 mit 750 Millionen Euro noch vor dem flächenmäßig mehr als doppelt so großen Land Niedersachsen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Investitionen nochmals auf 700 Millionen Euro. Durch die deutliche Aufstockung der Landesmittel und der Mittel des Bundesverkehrswegeplanes bis zum Jahre 2030 wird die Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte in Hessen gesichert. Aufgrund seiner abwechslungsreichen Landschaft verfügt Hessen über sehr viele Brückenbauwerke, die in die Jahre gekommen sind. Bereits im Jahr 2015 hatte der Bund mitgeteilt, dass im Jahr 2014 rund ein Prozent der Teilbau-werke entlang von Bundesfernstraßen in Hessen in einem „ungenügenden“ und weitere 7,8 Prozent in einem „nicht ausreichenden“ Zustand waren. Aus diesen Ergebnissen hat die CDU - geführte Landesregierung vor langer Zeit die richtigen Konsequenzen gezogen und insbesondere die Bauwerke in den Blickpunkt der Planungen gerückt. Allein in Hessen werden rund 750 Millionen Euro und damit 40 Prozent des Brückenertüchtigungsprogrammes des Bundes verbaut. So werden beispielsweise 20 der insgesamt 22 Talbrücken im Zuge der A 45 zwischen dem Gambacher Kreuz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren durch Neubauten ersetzt. Leider entstehen durch die sehr vielen Baustellen in Hessen Verkehrsbehinderungen und Staus. Dies ist die bedauerliche Kehrseite der massiven Investitionen in Hessen. In keinem anderen Flächenland gibt es mehr Baustellen pro Autobahnkilometer. Dennoch liegt Hessen bei Staumeldungen und -stunden im Durchschnitt der Flächenländer. Dies spricht für das gute Baustellenmanagement. In Hessen werden zum Beispiel rund 30 Prozent aller Arbeiten im Zuge von Tagesbaustellen in der Nacht durchgeführt. Auch für die Landesstraßen erledigt die CDU - geführte Landesregierung ihre Hausaufgaben. Dabei werden beispielsweise seit dem Jahre 1998 die Investitionen in den Landesstraßenbau von seinerzeit 27 Millionen Euro auf mindestens 90 Millionen Euro im Jahr gesteigert. Im Jahr 2018 steigen sie auf 110 Millionen, ein Jahr darauf auf 120 Millionen Euro. Auch mit Blick auf die zahlreichen Zusatzprogramme der vergangenen Jahre, etwa das Sonderstraßenbauprogramm mit 132 Maßnahmen in einem Umfang von 50 Millionen Euro im Zeitraum von 2005 bis 2007, ist der Vorwurf, die Infrastruktur in Hessen werde „vernachlässigt“, nicht richtig. Sondern gerade das Gegenteil ist der Fall. In Hessen wird durch die CDU - geführte Landesregierung die Infrastruktur modernisiert und weiter ausgebaut.
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