Frauen Union
18.08.2014, 08:44 Uhr
 
Frauen Union Main-Kinzig lädt zu „Politik After Work“ - Sybille Pfeiffer über Entwicklungspolitik
„Warum brauchen wir Entwicklungspolitik?“ Um über dieses Thema zu diskutieren, hatte die Frauen-Union (FU) Main-Kinzig in das Brockenhaus nach Hanau eingeladen. Der Vortragsabend war zugleich die Auftaktveranstaltung für die neue Veranstaltungsreihe der FU Main-Kinzig unter dem Motto „Politik - after work“. Die Vorsitzende der FU Main-Kinzig, Dr. Katja Leikert, hatte für diesen Abend die entwicklungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Sybille Pfeiffer als Referentin gewinnen können. Trotz sommerlicher Temperaturen fanden viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörern den Weg ins Brockenhaus.
„Wir freuen uns sehr, heute Abend mit Sybille Pfeiffer eine ausgewiesene Expertin in Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Entwicklungspolitik als Referentin hier bei uns in Hanau zu haben“, unterstrich Katja Leikert bei ihrer Eröffnung. Sybille Pfeiffer ist seit dem Jahr 2002 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Sie war vier Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und leitet seit dem März 2011 die gleichnamige Arbeitsgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Wie Sybille Pfeiffer in ihrem Vortrag ausführte, setzt Deutschland rund 6,3 Milliarden Euro pro Jahr für die Entwicklungszusammenarbeit ein. Die Wichtigkeit dieses Politikfeldes zeige sich laut Pfeiffer auch daran, dass der Etat für die Entwicklungspolitik trotz der angepeilten Haushaltskonsolidierung nicht gekürzt wird. Außer der Entwicklungspolitik ist dies nur bei der Familienpolitik und in den Bereichen Bildung und Forschung gegeben. Wie Sybille Pfeiffer unterstrich, stehe Deutschland mit seinen Anstrengungen in diesem für die Zukunft wichtigen Politikbereich gut da.

Ein Schlaglicht warf die Bundespolitikerin in ihrem Vortrag auf die enorme Zunahme der Weltbevölkerung, die dramatische Auswirkung auf die Ernährungssituation in vielen Ländern haben wird. Diese Probleme würden auch Europa erreichen, man müsse dem Problem deshalb früh begegnen und besondere Aufmerksamkeit schenken. Auch im bevölkerungsreichen China sei die Situation zum Teil dramatisch. Rund eine halbe Milliarde Menschen lebt von nur einem Dollar am Tag. Gerade bei der Entwicklungspolitik dürfe man sich auch von Fehlschlägen nicht entmutigen lassen, betonte Pfeiffer. Wichtig sei es, die Zielländer bei der Entwicklungspolitik immer mit in die Pflicht zu nehmen. Man müsse Entwicklungspolitik als eine Zusammenarbeit betrachten und den Partnern auf Augenhöhe begegnen.