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10.10.2017, 12:40 Uhr
Dr. Katja Leikert im Gespräch mit der Deutschen Parkinson Vereinigung
300.000 Patienten hoffen auf Verbesserungen bei der Versorgung
Zu einem Gespräch über die Versorgungssituation und die speziellen Bedürfnisse von Parkinson-Patienten hat sich die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert (CDU) mit dem Geschäftsführer der Deutschen Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V. (dPV), Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, getroffen. An dem Gespräch nahmen außerdem die Leiterin der Parkinson-Spezialabteilung am Klinikum Hanau, Dr. med. Claudia Weiland, und die Patientin Gisela Schmiedl aus Hanau Klein-Auheim teil, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichtete.
In Deutschland sind rund 300.000 Menschen von der Parkinsonerkrankung betroffen. Wie Leikert im Gespräch erfuhr, sei die Versorgungslage in der Region Hanau nicht zuletzt aufgrund der guten Strukturen mit der Spezialabteilung des Klinikums Hanau erfreulich. Mit einer auf Parkinson-Patienten abgestimmten Komplexbehandlung sei man hier auf die Bedürfnisse von Parkinson-Patienten gut eingestellt, Von der dPV gibt es mehrere Vorschläge, um die Behandlung und Versorgung von Parkinson-Patienten deutschlandweit zu verbessern. Diese stellte Mehrhoff im Rahmen des Gesprächs mit Katja Leikert vor. Für den umfangreichen und spezifischen Versorgungsbedarf von Parkinson-Patienten seien unter anderem Verbesserungen bei der Situation der Weiterbildung erforderlich. Die dPV engagiert sich deshalb für eine Weiterbildung des Pflegepersonals, das sich auf das komplexe Krankheitsbild Parkinson spezialisiert. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere Institutionen seien gefragt, einen eventuellen Mangel an entsprechender Expertise zu erkennen und diesem mit Weiterbildungsangeboten entgegenzuwirken. Politik und Selbstverwaltung seien gefordert, Rahmenbedingungen für die Fortbildungsmaßnahmen zu verbessern. Auch bei der Medikation von Parkinson-Patienten sieht der dPV Änderungsbedarf. Es dürfe nicht zu Änderungen von der individuellen, mit viel Aufwand eingestellten Polymedikation kommen. Nach Ansicht des dPV würden viele Parkinson-Patienten sehr sensibel auf Umstellungen bei den Produkten reagieren. Hier müsse eine generelle Ausnahme für Parkinson-Patienten bei der Aut-Idem-Regel gewährleistet werden, um einen Medikamentenaustausch zu vermeiden. In diesem Zusammenhang begrüßt die Deutsche Parkinson Vereinigung auch die nutzbringende Digitalisierung im Gesundheitswesen. Hier sei für viele Parkinson-Patienten insbesondere eine zügige Realisierung des elektronischen Medikationsplans sinnvoll.
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